Comeback des Hendls

Wienerwald Hendl

1955 eröffnete der ehemalige Oberkellner Friedrich Jahn in der Amalienstraße in München-Maxvorstadt sein erstes eigenes Restaurant „Linzer Stüberl“, das von ihm wenig später in „Wienerwald“ umbenannt wurde. Geflügelgerichte waren seiner Zeit bei der Mehrzahl der Menschen nur an Festtagen auf dem Speiseplan.

Das Wachstum schien grenzenlos zu sein: In Spitzenzeiten hatte der Wienerwald über 2.000 Restaurants und die Marke Wienerwald war in 18 Ländern weltweit präsent. Dann der tiefe Fall: der Erwerb von zwei maroden Franchise-Ketten in den USA und finanziellen Probleme „dahoim“, bremsten den Vorzeigeunternehmer. Jahn meldete 1982 Insolvenz an und musste sein Lebenswerk verkaufen. Die in den folgenden 25 Jahren agierenden verschiedene Betreibergesellschaften operierten ebenfalls ohne Fortune. 2003 folgte die zweite Insolvenz. Vier Jahre später, 2007, war der Wienerwald abermals pleite. Im Mai 2007 kauften die Töchter des Firmengründers – Familie Steinberg – das Unternehmen zurück.

Seit 2009 ist Wienerwald über Master-Partner in der Türkei vertreten. 2012 folgten Ägypten und Ungarn und 2016 wurde das erste Restaurant in Dubai eröffnet. Der aktuelle Geschäftsführer Markus Gräßler führt nach dem Rückzug der Gründerfamilie aus dem Management seit 2017 das gar gerupfte Hendl-Franchise-Geschäft. Derzeit sind 18 Restaurants eröffnet. Große Hoffnungen setzt Gräßler auf den Lieferservice und seinem Foodtruck-Konzept mit mobilen Händelwagen. „Die Franchisepartner haben mit diesem Konzept die Möglichkeit zur Gebietserweiterung“, so Gräßler.

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