Die wichtigsten Fragen zum System

Wer sich im Franchising selbstständig machen möchte, sollte das System auf Herz und Nieren prüfen. franchising-network.de zeigt, worauf Franchise-Nehmer besonders beachten müssen.
Gründlich prüfen

Wie sicher und lukrativ die Franchise-Angebote tatsächlich sind, müssen Existenzgründer in jedem Einzelfall jedoch erst gründlich prüfen.
Check 1 : Ist die Marktlücke groß genug ?
Check 2 : Wie sieht es mit dem Wettbewerbsvorsprung aus?
Check 3 : Lassen Sie sich echte Zahlen aus eigenen Filialen oder Pilotgeschäften
vorlegen.

Anforderungen an das Franchise-System

Zu einem Franchise gehören Beschaffungs-, Absatz- und Organisationsstrategien, Unterstützung beim Betriebsaufbau, Erstellung von Standortzahlen, ein ausgefeiltes Werbekonzept, intensive Schulungen von Mitarbeitern und Franchise-Nehmern, und die Auswertung von Betriebsvergleichen und der Einsatz von Controlling-Instrumenten zur optimalen Führung eines Betriebes. Je präziser und umfassender das sogenannte Systemhandbuch ist, desto fundierter ist die Geschäftsidee abgeprüft und desto erfolgversprechender ist sie letztlich.

Deshalb kommt es darauf an, zu prüfen, wie hoch die Einstiegsgebühr und laufenden Gebühren sind. Wichtigster Finanzierungsfaktor ist jedoch die Gesamtinvestition. Diese schwanken je nach Branche zwischen 5.000 und 250.000 Euro oder mehr, denkt man gar an Obi oder McDonalds.

Wichtig ist das Betreuungskonzept

Etablierte Franchise-Systeme verfügen über eine größere Anzahl von Franchise-Nehmer-Betreuern , die mit Rat und Tat zur Verfügung stehen, wenn es vor Ort nicht läuft. Laufende Schulungen gehören gleichfalls zu jedem seriösen Franchise-System. Der Partnererfahrungsaustausch bei sogenannten Erfa-Tagungen ist ebenfalls von Wichtigkeit, vorausgesetzt es wird Offenheit beim Gedankenaustausch der Partner geübt. Einsteiger sollten daher prüfen, welchen Stellenwert diese Punkte im System haben.

Werbung und Öffentlichkeitsarbeit der Systeme sollten auf ihre Professionalität und Wirksamkeit hin geprüft werden, wobei hier von der Systemgröße eher natürliche Grenzen gesetzt sind.
Zunehmend wichtig in Zeiten angespannter Bankbeziehungen und Ratingverfahren ist das Controlling bei geregelter Buchhaltung: Wir werden die wirtschaftlichen Erfolgsfaktoren des Franchise-Systems kontrolliert? Bietet der Franchise-Geber aussagefähige Betriebsvergleiche an? Gehören betriebswirtschaftliche Kennzahlen, Periodenvergleiche und aktuelle Ergebnisse zur standardmäßigen Betreuungsleistung?
Hierfür spielt auch der Einsatz von individuell zugeschnittenen Sofware-Programmen, wie sie von den meisten Systemen angeboten werden, eine große Rolle.
Wie in jeder Partnerschaft zeigt sich erst in Krisenzeiten, wie Franchise-Partnermiteinander umgehen. Haken Sie also nach: Was geschieht bei Meinungsverschiedenheiten, was bei Mängeln? Erkundigen Sie sich bei Ex-Partnern und fragen Sie nach den Gründen ihres Ausscheidens.

Damoklesschwert Finanzierung

Das A und O der Existenzgründung ist derweil im Finanzierungskonzept begraben. Noch lange nicht jeder Interessent, Eigenkapital hin oder her, besteht das Ausleseverfahren der Finanz-Institute. Erfolgreich ist nur der, der zusammen mit seinem Franchise-Geber minutiös alle Fragen und seine persönliche Präsentation vorbereitet. Allerdings ohne sich gegenüber den Bankern als gedrillter System-Vasall zu outen, dann geht der Schuß nach hinten los. Denn gefragt sind nach wie vor selbstbewusste Unternehmertypen, die das Vertrauen zu rechtfertigen versprechen. Jedes seriöse Finanzierungsmodell berücksichtigt zudem eine Anlaufzeit und kalkuliert eine Risikoreserve ein.

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