Fake Shopper: der neueste Marketing-Gag

Kennen Sie den neuesten Trend im Marketing? Das Geheimniss nennt sich Fake-Shopping, und das funktioniert so: Ein Unternehmen engagiert bezahlte Komparsen, um einen Laden, eine Kneipe oder sonstige Verkaufsevents für das begehrte Kunden-Publikum interessant zu machen. So geschiet das bereits professionell in den USA und schwappt wie so vieles über den großen Teich. Dort sorgen gekaufte Kunden als Fake-Shopper für den nötigen Trubel, um die echte Kundschaft mit ihrer ausgelassenen Stimmung in den Laden zu locken.

Ein Schelm, der Böses dabei denkt! Denn wer geht schon gerne in ein totes Lokal oder in ein Geschäft, in dem gähnende Leere herrscht? Das ist ausgesprochen menschlich, denn wir folgen dem angeborenen Heerdentrieb dahin, wo vermeintlich richtig was los ist. Das Phänomen mit dem Fake-Shoppen ist bislang nur bei Insidern bekannt, die als PR- und Unternehmensberater immer schon für das nötige Publikum für Ihre teuren Veranstaltungen zur Unternehmensdarstellung sorgen. Was repräsentiert eine Pressekonferenz dem Kunden, wenn etwa nicht genügend Journalisten kommen? Weder die Kollegen noch die Zuschauer goutieren solche Events, wenn sich dort nur eine handvoll Schreiber langweilen. Also soweit nichts neues. Nur die Dreistigkeit, mit der bereits Multis für Ihre Verkaufszwecke Interesse heucheln lassen, bekommt schon eine gewisse Qualität.

Eines der schlechten Beispiel spielte unängst in Polen, wo zum Launch des neuen i-Phones von einem Telekom-Anbieter Schauspieler engagiert wurden, die sich unverholen unter die Masse der Schlange stehenden Apple-Jünger mischten, um möglichst vielen Fans dieses krass teure Produkt schmackhaft zu machen.

“Was für eine Heuchelei”, das scheint allerdings zu kurz gegriffen. Alles legitim, denn die meiste Werbung folgt niedrigen Instinkten, die möglichst perfekt bedient werden. Außerdem sind viele Franchise-System längst mit dem Thema “Mystery-Shoppeng” vertraut, wo geschulte Kunden anonym in die Filialen entsandt werden, um ahnungslose Verkäufer auf ihre Linientreue zu testen.

 

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