Franchise-Suche richtig gemacht: die fünf wichtigsten Punkte!

Sie haben die zündende Geschäftsidee und wollen sich selbständig machen. Aller Anfang als Gründer ist jedoch hierzulande unsäglich schwer: Es gilt bürokratische Hürden zu nehmen, die Finanzierung und den Businessplan sicherzustellen und sich zum Start in ein unermessliches, persönliches Risiko zu stürzen. Der Alltag im Gründerland ist aber leider von über 60 Prozent Scheitern gekennzeichnet. Der prozentual weitaus erfolgversprechendere Weg ist jedoch, nach einer bereits bestehenden Geschäftsidee Ausschau zu halten, und die findet man insbesondere im Franchising, dem Erfolg im System. Hier sind die wichtigsten Assets wie Idee und Marke, Marketing-und Finanzplan bereits professionell entwickelt und viel Erfahrung bereits gewonnen.

Doch welches Franchisekonzept ist das Richtige? Welche Franchisepartnerschaft deckt sich genau mit Ihrer Geschäftsidee? Beinahe jedes System brüstet sich gerne mit Hilfestellung, zum Beispiel bei der Objektsuche und Standort-Analyse, Marktstudien, Businessplanung, der Beantragung öffentlicher Fördermittel oder auch der Buchführung und Beistand bei der Unternehmensführung. Wichtig zu wissen ist auch, dass viele Franchise-Systeme schon in die Jahre gekommen sind und Unternehmensnachfolger für bereits bestehende Partnerbetriebe suchen.

Hier gilt es, einige Hürden zu überwinden, denn die Suche im Franchise-Dschungel der geschätzten etwa 1.000 Systeme in Deutschland, kann sich durchaus kompliziert und langwierig gestalten. Die fünf wichtigsten Punkte hierzu haben wir für Sie einmal zusammengefasst:

  1. Vorrecherche. Nachdem Sie sich nach Maßgabe Ihrer persönlichen Expertise und der zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel einen Plan zur Selbständigkeit in einer Branche erarbeitet haben, beginnt die Suche nach dem geeigneten Franchise-System. Hierzu gibt es im Internet zahlreiche Plattformen mit Datenbanken wie franchiseverband.com, punktfranchise.de oder franchising-network.de. Das meistverwendete Suchwort ist „Geschäftsideen“. Die Frage ist jedoch, welche Geschäftsidee passt zu mir? Denn jede noch so tolle Geschäftsidee ist nur so viel wert wie ihre erfolgreiche Umsetzung. Daher ist es abseits der kommerziellen Datenbanken mit Franchise-Systemen notwendig, sich grundsätzlich über die Unternehmen und ihre jeweilige Branche zu informieren. Das erfolgt zumeist im Internet, wo oftmals freie Artikel von renommierten Medien wie Spiegel, FAZ oder Handelsblatt eingesehen werden können, oder deren Datenbanken gegen Entrichtung eines kleinen Obolus’. Ganz hilfreich ist auch ein Gespräch mit dem Bankberater, der über seine Recherchemittel die Bonität eines Kandidaten überprüfen kann.
  2. Beratung. Nach dieser Vorrecherche ergibt sich dann ein Bild der Branche und ihrer Protagonisten. An dieser Stelle sollten Sie zunächst prüfen, ob Sie sich nicht doch besser jetzt in die Obhut eines Beraters begeben. Das zahlt sich eigentlich bei jeder Gründung aus und Sie vermeiden viele Anfängerfehler. Consultants, Steuerberater und Fachanwälte finden Sie in diversen Verzeichnissen, wie beispielsweise beim DFV, dem Deutschen Franchiseverband e.V. Eine taugliche Vertretung der Franchise-Nehmer ist derzeit allerdings leider nicht gegeben. Bei den IHK’n und Gründerzentren ist die Expertise zum Thema Franchising eher mau. Gleiches gilt auch für die meisten Banken, wobei Sparkassen und Raiffeisenbanken deutlich besser abschneiden.
  3. Internet. Jetzt beginnt die gezielte Suche nach den in Frage kommenden Franchise-Systemen in den dafür im Internet zur Verfügung stehenden Datenbanken bei den Fachportalen. Hier wimmelt es allerdings meist auch von offener und versteckter Werbung, denn letztlich werden alle diese Plattformen kommerziell betrieben. Da heißt es auch, zwischen den Zeilen zu lesen. Hilfreich und nützlich ist daher, nach redaktionell verfassten Artikeln im Internet und den entsprechenden Print-Fachmagazinen wie Franchising.mag zu fahnden. Die dermaßen journalistisch gefilterten Informationen tragen erheblich zur Objektivierung bei. In den Franchise-Datenbanken werden Sie jetzt allerdings dahingehend fündig, dass die Rahmendaten wie die Höhe der Einstiegsgebühr, die laufenden Gebühren und Anzahl der bereits bestehenden Partnerbetriebe meist angegeben sind. Jetzt müssen Sie bereits eine grundsätzliche Entscheidung treffen, ob Sie die Chance ergreifen, bei einem neuen System mit einem gewissen Risiko durchzustarten oder eher konservativ einem lange bewährten Franchise-Geber das Vertrauen schenken zu wollen.
  4. Geo-Analyse. Ganz wichtig für die gezielte Suche ist nun auch eine Geo-Analyse, die von verschiedenen Plattformen angeboten wird. Die professionelle Standortanalyse als Unterstützung bei Gründung und Expansion im Franchising ist eines der modernsten Tools der Branche. Durch die vernetzte Welt von heute werden Märkte schneller erschlossen, besser ausgenutzt und präzise analysiert. Das Ziel liegt auf der Hand und kann schnell auf den Punkt gebracht werden: Wettbewerbsfähigkeit. Der entscheidende Faktor bei neuen Franchise-Standorten ist nämlich die tatsächlich zur Verfügung stehende Fläche. Sie müssen sich nämlich auch schnell für eine bestimmte Region oder Stadt entscheiden. Dann werden die dort suchenden Systeme angezeigt. punktfranchise.de, eine relativ neue Franchise-Plattform, führt Ihnen Franchise-Angebote nach Bundesland, Landkreis oder Stadt auf und bringt Sie unverbindlich und kostenlos mit dem von Ihnen ausgewählten Franchise-Unternehmen in Kontakt. Weitere Details zu Ihrer Standortüberlegung können Sie dann direkt und unkompliziert in einem nächsten Schritt mit dem Franchise-Geber besprechen. Auf der Plattform können Sie Ihre Recherche nicht nur auf einen bestimmten Standort, sondern auch auf eine Branche Ihrer Wahl festlegen – oder beides gleichzeitig. Falls Sie zum Beispiel auf der Suche nach einem Franchise-Angebot in der Branche „Fitness“ und in „Bayern“ suchen, können Sie auf punktfranchise.de Ihre Recherche starten.
    Natürlich ist die Geo-Analyse für ein sogenanntes Invest-Franchise wiederum eher zu vernachlässigen, da es sich eigentlich um eine Geldanlage in Top-Systeme wie McDonald’s oder Vapiano handelt, wobei die Angebote landes- oder europaweit ausgeschrieben sind.
  5. Systemauswahl. Um all dies erfolgreich zu bestehen, müssen Sie allerdings aus Ihrer Anonymität heraus und die wichtigsten Daten zu Ihrer Person preisgeben, die dann als sogenannte „Leads“ an die betreffenden Franchise-Geber weitergegeben werden. Bestenfalls erhalten Sie jetzt entsprechendes Infomaterial der Franchise-Systeme. Professionelle Unternehmen werden auch Kontakt mit Ihnen aufnehmen, per mail oder Phone, um zu klären, ob man zusammenpasst. Hier haben Sie die Möglichkeit, bereits wichtige Fragen zu stellen, und sich vorab ein Bild von der Firmenkultur und den Gesprächspartnern zu machen. Wichtig: Lassen Sie sich einen Referenz-Partner nennen, der Ihnen Rede und Antwort steht. Das steht für Authentizität und Praxis! Außerdem achten Sie auf Qualitätssysteme, die durch entsprechende Siegel zertifiziert sind. Aber auch aus der langfristigen Perspektive eines Franchise-Systems spielt die Qualität der Bewerber eine entscheidende Rolle. Denn ein ungeeigneter Partner kostet nicht nur den Franchise-Geber viel Geld. Die unverantwortliche Partnerschaft kann auch den Franchise-Nehmer seine Existenz kosten.

Generell müssen Sie auch darauf vorbereitet sein, dass Sie im besten Fall mit einer Fülle von Informationen überschwemmt werden. Nicht selten erhalten Nachfrager so viele Angebote, dass die Prüfung und Auswahl in kurzer Zeit kaum zu bewältigen ist. Auch das gehört zum rauen Alltag des Gründergeschehens, aber lassen Sie sich nicht entmutigen. Bei den so geprüften Franchise-Systemen sind Sie in Ihrer Selbständigkeit bestens aufgehoben.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.