Franchising: Die süße Versuchung

DFV-Schatzmeister erliegt süßer Versuchung: Alexander Mehnert verkauft Pralinen statt Tee

Der langjährige Geschäftsführer, des im Besitz der Gründer-Familie befindlichen Franchise-Systems TeeGschwender, wechselt in gleicher Position zu Coppeneur Chocolatier. Seinen vakanten Platz in der Führungsdoppelspitze beim Branchenprimus im deutschen Teefachhandel übernahm Mike Hennig. Ihm zur Seite steht Thomas Holz, der schon zu Zeiten von Firmengründer und DFV-Vorstand Alexander Gschwender in dem Franchise-System Verantwortung trug. Heute betreut der Franchisegeber mit Sitz in Meckenheim bei Bonn über 125 Partner-Geschäfte in Deutschland. Rund 350 Teesorten bieten die Franchisepartner in den durchschnittlich 55 Quadratmeter großen Läden an.

Für den neuen Job muss Ex-Marineoffizier Mehnert den Kurs zum Büro nicht groß ändern oder gar umziehen. „In dem romantischen Rheinstädtchen Bad Honnef, am Fuß des sagenumwobenen Siebengebirges, liegt die exklusive Manufaktur der Confiserie Coppeneur et Compagnon. In dieser, von Weinbergen und historischen Baudenkmälern geprägten Landschaft, entstehen seit einigen Jahren die wohl raffiniertesten Kreationen aus Schokolade und Kakao“, verkündet das Unternehmen vollmundig.

Ein Name, der Genuss verheißt

Die Historie ist schnell erzählt: Oliver Coppeneur und ein Freund gründeten im Sommer 1993 die Confiserie Coppeneur et Compagnon. Ausgestattet mit einfachsten Mitteln, entwickelten sie ihre ersten Praliné-Creationen, für die sie später noch ausgezeichnet wurden. Längst haben ihre meisterlichen Confiserie-Spezialitäten auch international ihre begeisterten Freunde gefunden. Inzwischen zählt das Team über 100 hochmotivierte Spezialisten, die in der Fabrikation am Stammsitz in Bad-Honnef bei Bonn arbeiten. Der etablierte Newcomer im Confiserie-Business verfolgt so wie TeeGschendner ein Top-Qualitäts-Strategie mit einem Ziel: der Schaffung einer kulinarischen Confiserie-Hochkultur.

Die Confiserie Coppeneur verarbeitet ausschließlich natürliche Rohstoffe und Zutaten erlesenster Qualität. Naturidentische oder künstliche Rohstoffe haben in unserer Genusswelt keinen Platz. Selbstverständlich wird auch auf jegliche Art von Konservierungsstoffe und gehärteten Fetten sowie Fremdfette wie etwa Palmfett verzichtet. Die Schokoladen beinhalten ausschließlich Kakaobutter und haben mindestens einen 72-Prozent-Kakaoanteil bei den dunklen Schokoladen sind nicht unter 36 Prozent Kakao drin. Qualität, die auf der Zunge vergeht.

Vom Werksverkauf zur Shop-Idee

Nachkatzen geben schon lange Zeit ihren Geheimtipp weiter: Der Werksverkauf im Stammhaus in Bad Honnef mit einem repräsentativen Shop von 250 Quadratmetern. Mit Mehnerts Franchise-Expertise ist sicherlich die Erwartung verknüpft, dass der erste Pilot-Laden auf der Friedrichstraße in der Bonner City nun in Serie geht und sukzessiv bundesweit ausgerollt wird. Anders als Alexander Gschwender, der zunächst unter dem Ketten-Namen „Der Teeladen“ begann und diesen Gattungsbegriff nicht hinreichend vor Nachahmern schützen konnte und eine teure Namensänderung durchziehen musste, kann Alexander Mehnert als Compagnon des Firmengründers problemlos unter Coppeneur Chocolatier Shop expandieren. Ohne diese Franchise-Option müsste sich der DFV nach Carsten Gerlach, der seine Lebenswerk Joey´s Pizza kürzlich an Domino´s verkaufte, abermals nach einem Schatzmeister umsehen.

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