Vapiano: Ab in den Keller!

Vapiano feiert den Spargel: Wie schön, dass die Spargel- und Erdbeersaison auch beim Franchise-System aus Köln eröffnet ist! Weniger schön ist, was aktuell zum Thema Finanzen der Italo-Gastro- Franchisekette sprießt!

Denn die abgeschlagene Restaurantkette Vapiano muss Jahresabschluss erneut verschieben . Am kommenden Freitag wollte die Restaurantkette Vapiano ihre mit Spannung erwartete Bilanz vorlegen – nachdem sie schon einmal verschoben worden war. Doch offenbar sind Finanzierungsfragen noch immer ungeklärt, wie Spiegel-online, jat und dpa berichten.

Vapiano wurde 2002 von Mark Korzilius, Kent Hahne, Gregor Gerlach, Friedemann Findeis und Klaus Rader gegründet. Die Kette wurde schnell bekannt und expandierte weltweit. Indes: Im Ringen um dringend benötigtes Geld hat die Restaurantkette Vapiano erneut ihren Jahresabschluss verschoben. Die Verhandlungen über eine 30 Millionen Euro schwere Refinanzierung mit Banken und unter Beteiligung der Großaktionäre seien noch nicht abgeschlossen, teilte Vapiano am späten Dienstagabend in Köln mit. Daher werde der Jahresabschluss von diesem Freitag auf den 24. Mai verschoben. Bereits zuvor war der Termin einmal verschoben worden. Mit dem Geld soll die Firma umgebaut werden.

Vapiano steht unter Druck. 2017 ging die Kette an die Börse und trieb mit dem Geld der neuen Anteilseigner ihre Expansion voran. Dabei ging es aber zu schnell voran – einige der neu eröffneten Restaurants wurden Problemfälle statt Kassenschlager, Ende 2018 hatte der Konzern 231 Restaurants in 33 Ländern. Mancherorts sorgten lange Wartezeiten für Ärger. 2017 musste Vapiano einen Verlust von rund 30 Millionen Euro hinnehmen, 2018 soll das Nettoergebnis “deutlich” darunterliegen. Im vergangenen Jahr kam der Konzern vorläufigen Zahlen zufolge auf einen Umsatz von rund 370 Millionen Euro.

Der Aktienkurs ging in den Keller, es gab Gewinnwarnungen. Brachte es das Unternehmen anfangs auf einen Börsenwert von 600 Millionen Euro, so ist es inzwischen nur noch 160 Millionen Euro wert und der Aktienkurs fiel von 24 auf 5,48 Euro. Ende 2018 musste der damalige Vorstandschef Jochen Halfman seinen Posten räumen. Sein Nachfolger Cornelius Everke kündigte an, womöglich einzelne Filialen zu schließen.

 

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