Vapiano Absturz: Rettung durch Franchising

Die gute Nachricht: Der neue Vapiano-Chef Cornelius Everke und setzt jetzt auf Franchisenehmer. Bad news: Schlechte Geschäftszahlen, Expansion gedrosselt und Rekordtief des Aktienkurses, das Gastro-Franchise-System steckt in großen Schwierigkeiten und es drohen Restaurant-Schließungen. Für die lange so beliebte Restaurantkette Vapiano bahnen sich knallharte Zeiten an. Das vergangene Geschäftsjahr verlief katastrophal, die Umsätze und Kundenzahlen gingen in den Keller. Die Aktie fiel um bis zu 11 Prozent.

Was läuft also schief bei Vapiano? Schnell und chic zum Italiener, das war einmal, was Gäste mit Vapiano verband. Doch in den, vom Star-Designer Mateo Thun gestalteten Edel-Hallen fegt mittlerweile ein eisiger Wind übers Buffet. Das Geschäftsjahr 2018 verlief mit 370 Millionen Euro abermals schwächer, als die zuletzt prognostizierten bis 385 Millionen Euro vom November 2018.

Rückblick: Vor 17 Jahren ging Vapiano an den Start. In Hamburg eröffnete das erste Restaurant. Es war eine Mischung aus Pizzeria, Pasta-Lokal und Bar. Das Konzept so einfach wie schmackhaft: Kunden erhalten am Eingang eine Karte und können damit ihre Bestellungen direkt beim Koch an der Theke aufgeben. Dieser bereitet das Gericht in einer offenen Küche zu. Kunden holen das Gericht auf dem Tablett – ähnlich wie in der Kantine. Kellner gibt es bei Vapiano keine. Auch Getränke müssen Kunden selbst holen. Gezahlt wird beim Verlassen des Lokals an der Ausgangskasse.

Das Konzept überzeugte die Gäste. Es war anders, hip und modern – ideal, um schnell während des Shoppens sich ein Essen zu gönnen. Mittlerweile gibt es 231 Restaurants in 33 Ländern und auf fünf Kontinenten. In Deutschland zählt das Unternehmen rund 80 Läden. Die Crux: Allein 2018 wurden 30 neue Läden gelauncht, für 2019 waren gar 40 neue geplant! mehr

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