Franchise Management Award 2021: Die letzten Nominierten!

Franchise-Management-Award

Der Countdown für den Franchise Management Award 2021 endet. Wir öffnen das letzte Türchen und stellen die restlichen Nominierten vor:

Thomas Klaffke Tank + RastThomas Klaffke Tank + Rast / SANIFAIR

Das Geschäft mit dem Geschäft

An Autobahnen, in Bahnhöfen und in Einkaufszentren zählt das zur Tank+ Rast-Gruppe zählende Franchise-System Sanifair zu der gesuchten und beliebten Adresse, wenn es um Toiletten und Hygiene geht. Das europaweit schon rund 550-mal multiplizierten Franchising-Konzept Sanifair wurde um ein zweites Konzept unter der Marke „Loo & Me“ ergänzt, das erstmals auf der Franchisemesse 2019 in Frankfurt einem breiten Publikum präsentiert wurde. Thomas Klaffke, der Manager dieser beispielhaften Expansion lernte als junger Mann das Franchise-Handwerk bei Wolfgang Müller, dem legendären Gründer der Sonnenstudio-Kette Sunpoint.

In den besten Jahren zählte „der Sonnenkönig von Kölle“ 500 Studios und sinnierte über das Endziel: „doppelt so viele“. Der harte Kern von 170 Franchisenehmern betreibt heute 220 Studios Das unternehmerische Rüstzeug hatte der ausgebildete Textil-Ingenieur bei den beiden Franchise-Systemen Photo Porst und McDonalds gesammelt.

Ein Konsortium aus deutschen und internationalen Infrastrukturinvestoren erwarb 2014 Tank & Rast. Das Konsortium setzt sich zusammen aus Allianz Capital Partners GmbH (ACP), Omers Infrastructure, Infinity Investments SA, MEAG (Asset Manager der Munich Re), China Investment Corporation (CIC).

Marion Lauterbach, SchülerhilfeMarion Lauterbach, SCHÜLERHILFE

Begeisterung in der Corona-Krise

In der Corona-Krise reagierte Schülerhilfe prompt: Seit Montag, den 23.03.2020, geben die über 8.000 Nachhilfelehrer der Schülerhilfe mehr als 25.000 Nachhilfestunden pro Tag per Online-Video-Chat als Ersatz für den ausgefallenen Unterricht vor Ort. Damit ist die Schülerhilfe mit Abstand der größte Anbieter für professionelle Online Nachhilfe in Deutschland. Die Kunden der Schülerhilfe sind dankbar dafür, dass ihnen die Unterstützung durch qualifizierte Nachhilfelehrer gerade in dieser Zeit erhalten bleibt.

Die1974 gegründete Schülerhilfe fördert an rund 1.100 Standorten etwa 125.000 Schülerinnen und Schüler jährlich. Als wichtiger privater Bildungsdienstleister hält die Schülerhilfe ein breites Angebot bereit, das neben Nachhilfe auch Prüfungsvorbereitungen und Ferienkurse umfasst. Ein Qualitätsmanagementsystem, zertifiziert nach DIN EN ISO 9001, dient dazu, ein Höchstmaß an Qualität und Kundenorientierung zu erzielen. Mit Erfolg, denn 94 Prozent der Kunden sind zufrieden und würden die Schülerhilfe weiterempfehlen.

Anja Roske, Leiterin Marketing und Franchise bei NordseeAnja Roske, Leiterin Franchise NORDSEE

F(r)isch auf den Tisch – die Fastfood-Alternative

Die NORDSEE GmbH mit Sitz in Bremerhaven wurde 1896 als „Deutsche Dampffischerei- Gesellschaft NORDSEE“ von Bremer Reedern und Kaufleuten gegründet. Heute verfügt das traditionsreiche Unternehmen über 370 Standorte und ist mit seinen Verkaufskanälen Restaurant, Snack-Shop und Meeresbuffet europaweit führender Anbieter von Fischspezialitäten.

Aktuell zählt das Unternehmen über 366 Standorte weltweit. 308 Filialen befinden sich in Deutschland, 31 in Österreich und weitere 27 im restlichen Europa. 2019 besuchten rund 17 Millionen Gäste die Restaurants und generierten rund 71 Millionen Kundentransaktionen. Der weltweite Systemumsatz lag bei rund 329,3 Millionen Euro.

Seit 2001 offeriert NORDSEE ein eigenes Franchise-Modell an. Von den insgesamt 366 Standorten werden derzeit 152 von Franchise-Partnern im In- und Ausland betrieben. Die Tendenz ist steigend. Der Fokus liegt auf die Ausweitung des Franchise-Systems in Deutschland.

Lange Zeit gehörte die Fischrestaurant-Kette zum Portfolio der Unternehmensgruppe Theo Müller (Müllermilch). Einen Minderheitsanteil hielt der ehemalige Großbäcker Heiner Kamps. Über verschiedene Tochtergesellschaften führt seit 2018 die Kharis Captial aus dem steuergünstigen Örtchen Zug in der Schweiz insgesamt 550 Quick-Service-Restaurants (QSR) der Marken Burger King, Quick und O’Tacos in Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg und Polen. Das ist aber nur ein Anfang. Denn Alessandro Preda, der frühere Europa-Chef des Gastronomieriesen Autogrill, will für den Finanzinvestor Kharis Capital einen der größten Restaurantkonzerne Europas schaffen und die Anzahl der Standorte verdoppeln.

Es herrscht Aufbruchstimmung”, verkündete NORDSEE-CEO Robert Jung “Wir haben im Hafen unsere Schiffe frisch aufgetakelt, mit Proviant bestückt, zusätzliche Seeleute angeheuert. Jetzt stechen wir mit neuem Kurs wieder in See.” Als Ziel gab Robert Jung im Interview mit der Fachgazette foodservice aus, in Österreich und Deutschland in den nächsten drei Jahren signifikant mehr Filialen eröffnen als schließen zu wollen.

Die Geschicke der Partner in der Franchise-Kette liegen derweil in den Händen von Anja Roske, Franchise-Managerin, die zudem als Schatzmeistern des Deutschen Franchiseverbandes (DFV) Flagge zeigt. Doch gelingt die Franchise-Offensive, schließt dies den nächsten Exit im laufenden Franchise-Monopoly nicht aus.

Mark Willekes, Geschäftsführer bei PlanaMark Willekes, PLANA Küchenland

Vom Azubi zum Chef beim Franchise-Pionier im Küchenmarkt

Die berufliche Vita von Mark Willekes ist so eng mit der Marke PLANA Küchenland verknüpft, so wie die von Manfred Maus mit OBI oder „Hans“ Kiderlein mit Vom Fass. Das Trio der gestandenen Franchise-Manager eint eines. Alle drei waren von der Stunde null ihres Franchise-Systems an dabei – ob als Gründer oder erster Mitarbeiter wie Mark Willekes. Während der Ehrenpräsident des Deutschen Franchiseverband Maus und der Vom-Fass-Gründer inzwischen zur alten Garde zählen und nach bestelltem Haus schon lange Zeit privatisieren, gehört Mark Willekes, Jahrgang 1972, zur jungen Garde im Top-Management erfolgreicher Franchisegeber im Lande.

Sein gesamtes berufliches Leben von mittlerweile über 30 Jahren verbindet ihn mit PLANA Küchenland, dem Franchise-Pionier in der Küchenbranche. Ein Küchenkauf der Eltern im Jahr 1988 erwies sich als sein Schlüsselerlebnis für die ebenso makellose wie steile Karriere in der Küchenbranche: Vom Azubi zum Chef. Der ausgeschriebene Ausbildungsplatz „Einzelhandelskaufmann mit technischer Zeichnen“ vom Küchenstudio Leyh in Sindelfingen fiel seinem Vater kaum zufällig auf, da er als Selbständiger in diesem Metier sein Geld verdiente. Mit dem Realschulabschluss in der Tasche sollte die von seinem Vater empfohlene Lehre ein solider Einstieg in die Berufswelt sein.

Am 1. August 1990 begann er mit einer Ausbildung als Vertriebsfachmann bei der PLANA Küchenland Leyh GmbH. Das erste Franchise-System in der Küchenbranche war erst zwei Jahre zuvor in Sindelfingen gegründet wurden. Inspiriert von Franchise-Klassikern wie PORTAS (Renovierung) oder BIFFFAR (Haustüren) erkannte Werner Leyh als Erster das Potenzial von Franchising in der Küchenbranche. Sein Adlatus quasi von der Stunde null an war Mark Willekes. Nach der Ausbildung bekam er das Angebot als Assistent der Geschäftsleitung und war damit der erste Mitarbeiter der PLANA Küchenland – Systemzentrale. Während seiner Zeit als Azubi und hernach als Zivi, sprich Zivildienstleistender, bewies er bereits sein Talent im Küchenverkauf.

Von 1994 bis 2005 durchlief Mark Willekes nahezu alle Abteilungen und übernahm verschiedene Führungsaufgaben in der wachsenden Zentrale. Zunächst hat er das Controlling aufgebaut, es folgte die Leitung der IT-Abteilung, Datenpflege, Rechnungsprüfung, später kam die Finanzbuchhaltung und zuletzt die Logistik dazu. Als Teamleiter IT + Controlling verantwortete Willekes über elf Jahre das Herzstück des pulsierenden Franchisesystems.

Neben seinem Job absolvierte er von 1998 bis zum Millennium ein berufsbegleitendes wirtschaftswissenschaftliches Studium an der VWA in Stuttgart – die Alma Mater bei der auch Kai Enders, der heutige Präsident des DFV und Vorstandsmitglied beim Immobilien-Franchise-System Engel & Völkers AG, sein theoretisches Rüstzeug erwarb.

Der totale Durchblick im Detail des Systems prädestinierte ihn für die nächsten Etappen: Ab 2005 Geschäftsführer, der für die betriebswirtschaftliche Begleitung der Franchisenehmer zuständigen, KSE IT + Services GmbH und seit Juni 2015 Geschäftsführer der PLANA Küchenland Lizenz +Marketing GmbH. Das seit 2007 zur niederländischen Mandemakers Group zählende Franchise-System steuert Mark Willekes wie einen selbständig operierenden „Mittelständler“ durch die Branche und verfolgt einen soliden Wachstumskurs. Im Jahr 2021 wurden zwei neue Standorte eröffnet und mittelfristig PLANA sollen es 60 werden. Aktuell sind es 42 und die nächsten drei Eröffnungen sind für das erste Halbjahr 2022 geplant.

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