Neue Pizza-Franchise auf dem Vormarsch

Papa John's Gründer John Schnatter

Russen bringen Papa John’s nach Deutschland

Die US-Pizza-Kette Papa John’s eröffnet am 26. Februar den ersten Pizza-Franchise Standort in Deutschland. In sieben Jahren soll es im hiesigen Markt insgesamt 250 Units geben. Die ersten Filialen sind in Sachsen und Sachsen-Anhalt geplant, meldet der Branchendienst FOOD SERVICE.

Nach Pizza Hut und Dominos tritt nun auch der viertgrößte Pizza-Verkäufer der USA in den deutschen Gastro-Franchise Markt: Papa John’s wird zunächst 14 Filialen einer bestehenden deutschen Kette übernehmen. In den nächsten Jahren ist allerdings eine enorme Expansion geplant. In den USA ist die Kette vor allem wegen ihres Gründers hochumstritten.

John Schnatter, Gründer und Gesicht des nach ihm benannten Pizza-Lieferdienstes Papa John’s, ist aktuell wohl einer der meist gehassten Männer in der US-amerikanischen Fast-Food-Welt. Seine kein Fettnäpfchen auslassende Pizzabäcker-Karriere recherchierte das Magazin FOCUS vorab:

Der Deutschlandstart der Pizza-Kette aus den USA wird laut “Food Service” ohnehin aber nicht von der US-Zentrale aus, sondern aus Russland. Die Firma PJ Western, die Papa John’s Geschäft in Russland betreibt, bringt nun zunächst 14 Läden nach Deutschland, in dem sie die Filialen der Pizzakette Uno-Pizza in Halle an der Saale übernehmen.

Noch 2019 soll die Umstellung erfolgen. Die weiteren Pläne sind groß: Die russische PJ Western möchte in den kommenden Jahren bis 250 Papa-John’s-Läden in Deutschland eröffnen. In den USA ist Papa John’s die Nummer 4, kurz hinter Little Cesar’s und deutlich hinter Domino’s und Pizza Hut. Die beiden letzteren haben in Deutschland bereits Fuß gefasst, Domino’s ist nach einigen Übernahmen mittlerweile die größte Pizza-Kette Deutschlands.

Papa John’s ist in den USA vor allem dafür bekannt, dass sie bei ihren Pizzen kostenlose Peperoni-Schoten und eine Knoblauchsoße mitliefert, in den die Kunden dann ihre Pizzaränder dippen können. Außerdem ist die Kette fest mit American Football verbunden, nicht zuletzt, weil der mittlerweile zurückgetretene Star-Quarterback Peyton Manning lange Jahre im Fernsehen für die Pizzen warb. Immer an seiner Seite in den Werbespots: der polarisierende Papa-John’s-Gründer John Schnatter.

Schnatter´s Fettnäpfchen

Vor allem bei liberalen und linken Amerikanern hat der sich schon seit längerer Zeit unbeliebt gemacht. So hatte es immer wieder Probleme um zu niedrige Löhne für Papa-John’s-Mitarbeiter gegeben; Schnatter selbst äußerte sich zudem öffentlich gegen eine allgemeine Krankenversicherung in den USA und unterstützte Donald Trump in seinem Wahlkampf mit Geld und Worten.

Mehrfach wurde ihm von Frauen sexuelle Belästigung vorgeworfen. Beide Fälle endeten mit einer außergerichtlichen Einigung. Im Jahr 2017 positionierte Chef Schnatter sich deutlich gegen American-Football-Spieler, die vor NFL-Spielen gegen Polizeigewalt gegen Schwarze protestierten. Seinen Spitzenposten bei Papa John’s, wo er zuletzt als Aufsichtsratschef und Werbegesicht aktiv war, verlor er letztlich, weil er in einem Telefonat, unter anderem das Schimpfwort “Nigger” für Schwarze verwendete.“, so FOCUS

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