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Haustierboom treibt Franchisesysteme an: Fressnapf steuert auf 3.000 Filialen zu

Fressnapf Urban Store Paris

34 Millionen Haustiere leben in Deutschland – und sie sorgen für ein milliardenschweres Geschäft. Während viele Einzelhändler mit rückläufigen Kundenfrequenzen kämpfen, wächst der Heimtiermarkt ungebremst weiter. Marktführer Fressnapf will noch in diesem Jahr die Marke von 3.000 Filialen europaweit knacken und plant allein 150 Neueröffnungen.

Das Erfolgsrezept: Statt nur Produkte zu verkaufen, setzen moderne Heimtierfachhändler auf Beratung, Service und Kundenbindung. Von individueller Futterberatung über Hundesalons bis hin zu Online-Tierarztsprechstunden entstehen rund um Hund, Katze & Co. immer neue Dienstleistungen. Zusätzlichen Rückenwind erhält die Branche durch die zunehmende „Premiumisierung“: Haustiere werden für viele Menschen zu vollwertigen Familienmitgliedern. Entsprechend steigt die Bereitschaft, in hochwertiges Futter, Gesundheitsvorsorge und Zubehör zu investieren.

In Kopenhagen und Paris testet Fressnapf jetzt sogenannte Urban Stores: Mit Verkaufsflächen zwischen 100 und 200 Quadratmetern sind sie deutlich kleiner als gewöhnliche Fressnapf-Filialen. „Hier gibt es mehr exklusive Marken und höhere Margen“, erklärt Matt Simister, er ist neuer CEO bei Fressnapf Maxi Zoo.

Matt Simister. neuer CEO bei Fressnapf Maxi Zoo
Matt Simister. neuer CEO bei Fressnapf Maxi Zoo

Auch der Wettbewerb schläft nicht. ZooRoyal hat für die kommenden Jahre 75 neue Standorte angekündigt. Dennoch bleibt der Markt attraktiv – insbesondere für Franchisesysteme, die auf Spezialisierung, Kundennähe und Service setzen. Der Heimtierbedarf zeigt eindrucksvoll, dass stationärer Handel auch in Zeiten des E-Commerce wachsen kann – wenn er echte Mehrwerte schafft.

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