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USA-Boom: „Mehr Franchise-Millionäre als irgendwo anders!“

McDonald's Franchise welweit erfolgreich

Der Franchise-Traum erlebt in den USA ein Comeback: Immer mehr – auch jüngere – Gründerinnen und Gründer wollen als Franchisenehmer starten. Die Gründe: planbare Geschäftsmodelle, starke Marken, klar definierte Prozesse – und die Wahrnehmung, dass viele Franchise-Jobs als “KI-sicher” gelten, so berichtet „Der Spiegel“ in einer seiner letzten Ausgaben.

Franchise ist längst mehr als Fast Food: Von Services über Fitness und Pflege bis hin zu Bildung – Kategorien mit hohem Alltagsbedarf wachsen, weil sie nahe an der Kundschaft und personalintensiv sind. Kapital statt Karriereleiter: Wer nicht erst Jahrzehnte in Konzernen aufsteigen will, setzt auf bewährte Systeme mit schnellerer Ramp-up-Phase, Training und zentralem Marketing. Der »Economist« schätzt , dass allein McDonald’s mit seinen 14.000 Franchiseläden wahrscheinlich mehr Franchise-Millionäre geschaffen hat als irgendein anderes Unternehmen in der Geschichte der USA.

Laut Deutschem Franchiseverband wächst die Zahl der Systeme und Partner in Deutschland weiter; Services jenseits von Gastro legen besonders zu. Das stützt die These, dass standardisierte, personalnahe Angebote im DACH-Raum aktuell die besten Skalierungschancen haben. Deutscher Franchiseverband

Finanzierung bleibt Engpass

KfW-Research zeigt: Finanzierung bleibt der Engpass. Höhere Zinsen und strengere Kreditvergaben erhöhen die Bedeutung von solidem Eigenkapital, belastbaren Break-even-Planungen und professionellem Reporting – klare Stärken reifer Franchisesysteme. KfW Research

ifo-Indikatoren signalisieren robuste, aber differenzierte Dienstleistungsnachfrage. Konzepte mit lokaler Stammkundschaft (Pflege, Bildung, Handwerknahe Services) profitieren überdurchschnittlich – vorausgesetzt, Recruiting und Lohnkosten sind im Griff. ifo Institut

Das Risiko hingegen bleibt – nur anders verteilt: Franchise reduziert Konzept- und Markenrisiko, aber nicht Standortwahl, Personal, lokale Nachfrage und Finanzierungskosten. Saubere Unit Economics und belastbare Standortanalysen sind entscheidend. Relevanz für die Community:

  • Chancen für Master-Franchises und Gebietsentwickler, gerade in Non-Food-Services.
  • Bedarf an qualifizierten Betreiberinnen/Betreibern steigt; Systeme mit schlanken Prozessen und klaren KPI-Standards punkten.
  • Finanzierung: Höhere Zinsen erhöhen die Bedeutung von Eigenkapital, Förderkrediten und klaren Break-even-Plänen.
  • Employer Branding im System wird zum Wettbewerbsvorteil, da personalintensive Konzepte wachsen.

Tipps für Einsteiger ins Franchisesystem

  • Auf “KI-resiliente” Segmente achten (persönliche Dienstleistungen, lokale Services, Pflege, Bildung).
  • Due Diligence priorisieren: Franchise-Handbuch, Gebührenstruktur, Training, Marketingfonds, Standortschutz.
  • Unit Economics prüfen: CAPEX, laufende Gebühren, Personalkostenquote, realistische Ramp-up-Zeit, Sensitivität bei Zins/ Miete.
  • Lokal skalierbare Formate bevorzugen: Multi-Unit-Potenzial, standardisierte Prozesse, digitale Tools für Ops/Controlling.

Quelle: Bericht über den Franchise-Trend in den USA. DER SPIEGEL

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