Exodus oder Comeback

Michael Reink Vorstand Urbanicom

City-Experte Michael Reink schmiedet Konzepte für eine neue Belebung der Innenstädte:

An Kassandra-Rufen in der Corona-Krise herrscht fürwahr kein Mangel. In den Chor stimmt nun auch ein Berufener ein: Michael Reink, geschäftsführenden Vorstandsmitglied von Urbanicom wagt einen Blick auf die Zukunft der Innenstädte – bislang die Priorität bei der Standortwahl im Handel und in der Dienstleistung – zwei der Franchise-Domänen.Allein in Deutschland sind 50 Standorte von der jetzt beschlossenen Schließung des Handels-Dinos Galeria Karstadt Kaufhof betroffen. Auf den zeitweisen Lockdown, der womöglich erneut droht, und dem sich schon seit Jahrzehnten ablesende Niedergang des klassischen stationären Einzelhandels folgt der finale Crash. 50.000 Händlern droht laut Einschätzung von Stefan Genth, Cheflobbist des deutschen Einzelhandels, im Herbst das endgültige Aus.

City-Experte Reink rechnet mit einem bislang aufgelaufenen Umsatzverlust der Innenstadt-Händler von 30 Milliarden Euro. Trotz Finanzhilfe sei den Händlern nur eine kurze Verschnaufpause bis Herbst vergönnt, dann müssen die Kredite bedient und Mieten gezahlt werden. Kurzum, viel Wasser seitens der Experten auf die Mühle von René Benko, dem „Master oft the Cities“; der konzeptionell bereits in Bozen und demnächst auf den freiwerdenden Flächen der geschlossenen Warenhäuser seines Kaufhaus-Imperiums seine Vision von der neuen City realisieren dürfte.

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