Mister Minit in der Bredouille

Mister Minit Franchise

Das Amtsgericht Düsseldorf hat am 1. August das Insolvenzverfahren der Minit Service GmbH eröffnet. Der Geschäftsbetrieb wird unter Corona-Bedingungen in Eigenverwaltung fortgeführt. Damit endet vorläufig die Erfolgsgeschichte einer Franchise-Legende.

Das Desaster beschleunigt durch die Corona-Krise ist da und die Aussichten sind trübe. Da der Geschäftsbetrieb des Franchise-Systems Mister Minit in seiner derzeitigen Struktur nicht kostendeckend aufrechterhalten werden könne, wurde Masseunzulänglichkeit angezeigt. Vor diesem Hintergrund wird es zur kurzfristigen Schließung von rund 30 der 148 Filialen kommen. „Diese Maßnahme ist für den Erhalt des Unternehmens unumgänglich“, sagt der für die Eigenverwaltung in das Management berufene Sanierungsexperte Christoph Enkler von der Kanzlei Brinkmann & Partner. „Aufgrund der derzeitigen Situation in der Einzelhandelslandschaft findet die Sanierung – nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund der Schließungen bei Karstadt/Kaufhof – in einem herausfordernden Marktumfeld statt“, gibt Sanierer Enkler zu bedenken. „Wir wissen, dass diese Situation nicht einfach ist, aber ich bin zuversichtlich, dass es uns gelingen wird, eine langfristige Perspektive für die Belegschaft sicherzustellen“, hofft hingegen der erst kurz vor Antragstellung vom Franchise-Manager zum Minit Service GmbH Geschäftsführer beförderte Michael Heina.

Mit Fred um die Welt

Mister Minit mit seiner Symbolfigur „Fred“, dem Mann mit dem roten Kittel, zählt zu den Urgesteinen des modernen Franchisings auf dem alten Kontinent und galt lange Zeit als einzige Oase in der Service-Wüste Deutschland. Doch mit dem Niedergang der Warenhäuser in den Innenstädten …mehr

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